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Auftraggeber: ara region bern ag
Entwurf, Planung und Ausführung
2022-2026
i.Z.m. GIM Architekten AG

Die Anlage auf dem Areal der arabern erinnert an städtische Strukturen: Zwischen mitunter markanten Gebäuden und hohen Silotürmen spannen sich Strassen und Gassen, Nischen und Plätze auf. So entstehen Blickbeziehungen und räumliche Hierarchien. Die sensitive Lage zwischen Bremgartenwald und Aare verlangt nach einem Einfügen in das Gesamtensemble der arabern. Die Neubauvolumen erfahren eine Abstufung entlang der abfallenden Topografie in Richtung Aare. So bleibt die Fernwirkung unter Berücksichtigung der Lage vis-à-vis des Wohnquartiers am Bremgartenhang vergleichbar mit dem ehemaligen Bestand und entspricht der geltenden Überbauungsordnung.

Die neue Anlage setzt sich aus drei Teilen zusammen. Zentrales Element ist die Beckenhalle des Verfahrens, in der das Abwasser von Mikroverunreinigungen und Spurenstoffen gereinigt wird. An ihr schliessen die niedrigeren Annexbauten mit den Aktivkohle-Silos auf der Ostseite sowie weiteren technischen Anlagen im Kopfbau auf der Nordseite an. Im Kopfbau befindet sich auch der Haupttreppenkern mit einem Lift. Ausserdem können hier grosse Betriebsgeräte über ein Montageöffnung über alle drei Geschosse verteilt werden.

Der schlichte Kopfbau in Sichtbeton und der Silo-Annexbau in Holz werden entlang des Aarewegs durch regelmässige, vertikale Holzlamellen umhüllt, die das Gebäude nicht nur volumetrisch differenzieren, sondern zusätzlich die Funktion einer Filterschicht übernehmen, um an der Nordostecke (Foto) grosse Verfahrensleitungen und Installationen zu kaschieren. Ausserdem fasst die vorgehängte Fassadenkonstruktion den Holzbau des Annexgebäudes mit den Silos und den massiven Kopfbau zu einem Volumen zusammen, das sich an die Beckenhalle anfügt.